Italien-2018-Seite 4

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Montag, 24.9. – Opi – Pompeji (Kampanien)

So, rund um Opi haben wir alles abgegrast und es ist einfach zu feucht. Also geht es weiter zum nächsten Highlight: Pompeji!

Die Fahrt durch die Abruzzen ist sehr abwechslungsreich mit vielen tollen Landschaften. Leider kann man auf den engen Straßen nicht ohne Gefahr anhalten, um Fotos zu machen.

Der Campingplatz von Pompeji liegt genial. Ein paar Meter weiter geht’s zu den Ausgrabungen und daneben ist die Bahnstation, mit der wir nach Neapel rein fahren wollen.

Nach der langen Fahrt geht Rudi in Pompeji gemütlich einen Supermarkt suchen, nach 15 Minuten ist er am Carrefour.

Der Platz hat sehr kleine und enge Parzellen. Wenn die „großen weißen Kisten“ anrauschen, gibt’s für alle was zu gucken. Aber auch für sie gibt es Platz. Wir sind mal wieder froh, einen VW-Bus zu haben!

Die Sanitärs sind alt, aber OK. Auf solchen Plätzen tritt immer wieder das uralte Problem auf: wenn 100 „echte Camper“ auf dem Platz sind, sind die Sanitärs noch nach einer Woche sauber – Wenn auch nur 2 „Sonntagscamper“ da sind, ist abends alles dreckig und voller Haare, Q-Tipps, Tempos. „Hier wird ja doch wohl geputzt, oder?“

Abends ist es angenehm draußen. Tolle Luft, lau, wir lesen noch lange draußen.

Camping Zeus, Pompeji

Dienstag, 25.9. – Pompeji

Inzwischen ist es tierisch windig geworden und es hat etwas abgekühlt – ideales Wetter für eine Pompeji-Besichtigung!

Yes, we did it! 11:00 Uhr – 17:00 Uhr Pompeji! Es war super, wir hätten nie erwartet, dass wir es dort so lange aushalten würden. Und trotz der Menschenmassen hat es uns irre gut gefallen!

Himmel und Menschen unterwegs! Gruppen über Gruppen. Gottseidank haben wir keine Führung gebucht. Man kann 90% der englischsprachigen Führer kaum verstehen, so eine unglaublich schlechte Aussprache haben sie. Wir kommen bestens mit dem kleinen Plan zurecht, den man mit den Tickets bekommt.

Eine komplette Schule aus Ostfriesland ist hier. Wir googeln: 1200 Schüler auf Tour! Die Kids sehen alle ziemlich gelangweilt aus.

Eine tolle Aussicht auf den Vesuv hat man von hier! Ach… 79 n.Chr…

2020 hat man wieder neue Ausgrabungen durchgeführt und tolle Fresken und auch neue menschliche Körper gefunden.

1971 haben Pink Floyd hier im Amphitheater gespielt, dazu gibt es einige YouTube-Videos:

PINK FLOYD – A SAUCERFUL OF SECRETS – LIVE AT POMPEII – YouTube

2016 war David Gilmour mit Band hier. Toll, so ein Konzert im Amphitheater mit Vesuv im Hintergrund! David Gilmour – 5 A.M. (Live At Pompeii) – YouTube

Vor zwei Jahren (2014) brach Pink Floyd-Legende David Gilmour zu einer Konzertreise auf, die ihn an ausgewählte historische Orte auf der ganzen Welt führte. Im Rahmen dieser Tour gab er 2016 ein Konzert im Amphitheater in Pompeji es war die erste Live-Darbietung vor Publikum seit den Gladiatoren-Kämpfen 79 n.Chr.. Für den 71-jährigen Briten war es die triumphale Rückkehr in jene Stadt, in der 1971 Adrian Mabens legendärer Konzertfilm Pink Floyd Live At Pompeji entstanden war. Im Alten Rom war das Amphitheater in Pompeji als Spectaculum bekannt. Gilmour arbeitet nun zusammen mit seinem langjährigen Partner und Maestro der Farben daran, das Spektakel zurück ins Spectaculum zu bringen. Am 7. und 8. Juli 2016 spielte David Gilmour diese zwei Aufsehen erregenden Shows im Schatten des Vesuvs, 45 Jahre nach seinem ersten Auftritt in der süditalienischen Stadt für Pink Floyd Live At Pompeji.“

Fast elf Kilometer sind wir durch Pompeji gelaufen! Und sind ganz schön platt am Abend. Es wird dann wieder sehr windig, unglaublich staubig und kalt, so dass wir den Rest des Abends im Bus verbringen.

Inzwischen geht es Rudi besser, aber jetzt ist Bille angezählt. Ihr läuft die Nase und tränt das Auge.

Die Funde der Ausgrabungen in Herkulaneum und Pompeji sind aber nicht in Pompeji selbst, sondern im Archäologisches Nationalmuseum Neapel. Da müssen wir nächstes Mal hin!

Ach ja – zu den Phlegräischen Feldern wollten wir schon 2017. Damals war wurde vor einem Besuch gewarnt. Und der Campingplatz, der mitten drin ist, war geschlossen.

Es hatte einen tödlichen Unfall durch Leichtsinn gegeben. Ein elfjähriger italienischer Junge war über eine Absperrung geklettert und in ein Loch mit kochendem Schlamm gefallen. Beide Eltern, die ihn retten wollten, sind auch ums Leben gekommen.

Außerdem wusste man nicht, ob es in Kürze schwerere (und damit gefährliche) Eruptionen geben würde. Aber dieses Jahr haben wir sie total vergessen!

Dazu Wikipedia:

Der Boden auf den Feldern kann durch die vulkanische Aktivität sehr heiß werden. .. An vielen Stellen ist das Gestein durch die aufsteigenden Schwefeldämpfe gelb gefärbt. Auf dem gesamten Gebiet gibt es mehr als 50 Eruptionsherde. Die nicht sichtbare, eingesunkene Caldera liegt zu zwei Dritteln unter Wasser und stellt einen von über 20 Supervulkanen auf der Erde dar. 2008 wurde entdeckt, dass die Phlegräischen Felder und der Vesuv in zehn Kilometern Tiefe eine gemeinsame Magmakammer besitzen.

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