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Fazit ... und Rückreise
    
 

Rückreise

Die Zugverbindungen von Niederdorf nach Buchs hatten wir uns schon am Bahnhof in Innichen geben lassen, aber leider konnte der nette Beamte dort uns nur Tickets bis zum Brenner verkaufen. Na ja, wir werden mal sehen, wie wir das alles bei recht kurzer Umsteigszeit dort hinbekommen.
Immerhin brauchen wir heute nur 3x umsteigen! Trotzdem wird es aufregend genug.
Zunächst aber geht alles reibungslos: frühes Aufstehen, Packen (das klappt besonders gut, denn wir sind heute "pre-packed", da wir abends das meiste verstaut haben), Frühstücken und Proviant-Bunkern in Niederdorf. Die Zeit reicht sogar noch locker für ein gemütliches zweites Frühstück mit Zeitung in einem Café in Niederdorf.
Da kaum Leute mit Rädern im Zug nach Franzensfeste unterwegs sind, können wir unsere Räder bepackt in den Gepäckwagen stellen.
Der Anschlusszug zum Brenner hat aber ordentlich Verspätung, wir sehen die Verbindung nach Innsbruck schwinden, ich bereite mich auf eine öde Warterei am Brenner vor - der Bahnhof dort ist wirklich nicht besonders einladend!
Doch wider Erwarten steht der Talent nach Innsbruck noch auf dem Gleis und wartet, aber wie lange noch? Wir müssen doch noch einmal runter und rauf durch die Unterführung zum anderen Bahnsteig! In meiner Verzweiflung frage ich den Bahnbeamten ganz lieb, ob wir nicht ausnahmsweise unter Aufsicht über die Gleise gehen dürfen! Und siehe da: wir dürfen! Ich bedanke mich überschwänglich und dann sitzen wir glücklich im Zug nach Innsbruck. Wir können auch ein günstiges Ticket bis nach Buchs im Zug erstehen! Na prima, alle Bedenken waren umsonst.
Dieser Zug hat scheinbar eine magische Auswirkung auf die Fahrgäste: wieder entwickelt sich ein nettes Gespräch während dieser Fahrt mit einer Innsbruckerin, die begeistert Rad fährt und einem rückreisenden Transalp-Radler aus Bayern.
Nach etwas Aufenthalt in Innsbruck geht es darum, ob wir überhaupt in den Zug steigen dürfen, denn wir haben vorher nicht für die Räder reserviert und es wird nur eine beschränkte Anzahl an Rädern mitgenommen. Es stehen etliche in der gleichen Situation vor dem Gepäckwagen: "Haben Sie reserviert?" "Nein!" "Wie haben aber schon zu viele Räder." - Pause-. "Wo wollen Sie denn hin?" "Nach Zürich," sagen einige. "Nach Buchs," sagen wir. "Na, dann laden Sie mal ein!"
Na bitte, wer sagt es denn! Wir müssen zwar dieses Mal alle 13 Taschen abladen, aber das ist uns in diesem Moment egal.
Und so kommen wir am frühen Nachmittag wieder an dem Ausgangsort unseres zweiten Reiseabschnittes an.
Kosten: Toblach - Brenner: 22,80 Euro komplett
            Brenner - Buchs: 54,90 Euro (Freizeitkarte)
Übernachtung: Campingplatz Werdenberg, Buchs, 51,50 CHF für 2 Nächte und 8 Tage Auto unterstellen.

Am nächsten Tag kehren wir in aller Ruhe zurück nach Marienheide.


Fazit

Es war eine schöne Reise und es war toll, mal wieder eine andere Landschaft zu sehen.
Wir haben viele verschiedene Facetten der Alpen gesehen. Nur eine Fahrt mit einem Panoramazug steht noch aus ...

In allen drei Ländern haben wir uns sehr wohl gefühlt. Insbesondere fiel uns das Zugreisen mit den Rädern und dem vollen Gepäck erstaunlich leicht - trotz zigmaligem Umsteigen.

In den Alpen waren wir bestimmt nicht zum letzten Mal!


Und was hat das Ganze mit dem Jakobsweg zu tun?

Erstens kann man kaum noch irgendwo hinfahren, ohne Schilder des Jakobsweges zu finden (kaum zu Hause angekommen stand er schon wieder in der Zeitung: Ein oberbergisches Lokal liegt - an dem Jakobsweg!)

Zweitens ist eine Radreise sowieso immer eine Art von Pilgern. Egal Wo!

Mal sehen, wohin es uns das nächste Mal verschlägt!

 

 

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