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7. Tag La Grande Motte - Montpellier - Vic la Gardiole : 52,5 km
               
 

Der Morgen ist wieder traumhaft. So ein Wetter! Wir schauen uns noch ein wenig die imposante Architektur von La Grande-Motte an, bevor wir Richtung Montpellier aufbrechen - zunächt am Strand entlang .

Von Carnon bis Montpellier ist der Weg sehr schlecht zu finden. Wir vertun uns immer wieder mit dem Einschätzen der Entfernungen, die uns die Karten zeigen. Über viele Umwege kommen wir schliesslich nach Montpellier. (Wir haben aber auch eine ganz bestimmte - ruhige - Streckenführung im Auge und wollen nicht einfach eine N entlang fahren)

An einem Flohmarkt (es ist Sonntag) am Ufer des Lez vorbei geht es zum Stadtteil Antigone.
Vom Fluss bis ins Zentrum geht und fährt man durch imposante Bauwerke im neoklassischen Stil des katalanische Architekten Ricardo Bofill, die von Banken und Telefongesellschaften finanziert wurden. Das Ganze wirkt ein wenig größenwahnsinnig. Aber "es hat was!" Es lässt sich gut radeln in Montpellier!

Ein beliebter Spruch von uns ist: "sowas können auch nur die Franzosen!"- Bezogen auf TGV-Brücken, Fassaden von Supermärkten usw. sind die Franzosen architektonisch wesentlich kreativer und mutiger als wir in Deutschland.

Also schieben wir Richtung Montpellier City und staunen und fotografieren. Unsere Tochter, die als Au-Pair in Nîmes war, hatte Recht: Montpellier ist sehenswert und hat Atmosphäre!
Die City erwartet uns dann mit dem krassen Gegensatz zu dem sehr modernen Antigone: das alte Opernhaus, die Comédie und andere Prachtbauten aus dem vorletzten Jahrhundert an der großzügigen Fussgängerzone.

An der Touristinfo wird Bille mal wieder von einem interessierten Herrn auf ihre hochklappbare Rudy-Project-Gleitsicht-Sonnenbrille angesprochen.

In der Fußgängerzone trinken wir einen Café und stellen die Räder professionell gegen einander, damit sie nicht umfallen. Und vom Café nebenan her ernten wir "tosenden" Applaus: unsere Strassenmusikanten aus Avignon! Da sitzen sie mit ihren Rastalocken in der Sonne und lachen!  In Avignon hatte die Polizei sie verjagt; dabei hatten sie so schön ihre ganzen Gaukler-Utensilien aufgebaut. Selbst eine Kabltrommel hatten sie verlegt! Und waren auch mit dem Rad und zig Anhängern unterwegs.

Danach streunen wir noch ein wenig in der Stadt herum. Überall findet man Leben, Cafés und Musik auf der Strasse.

Die Ausfahrt aus Montpellier war weniger spektakulär und sehr verkehrsträchtig.

Unser abendlichen Ziel ist Vic la Gardiole. Denn dort sollen noch mehrere Campingplätze offen sein, wie und die Tourist-Info in Montpellier bestätigt hat.
Aber "der Franzose" sieht das nicht so eng: wenn keiner mehr kommt, dann machen wir halt zu! Da kann in noch so viel Internetseiten und Prospekten das Gegenteil stehen! Und als wir in Vic ankommen, stehen wir vor verschlossenen Türen.
Also die anderen Plätze anrufen: nur Mailboxen. Also in den Ort fahren. Der Kneipenwirt bestätigt uns, dass es noch einen offenen Platz gäbe. Was denn auch stimmt. Der Platz-Chef ist auch sehr nett und es geht uns wieder gut. Das Örtchen ist ganz malerisch, aber die Bürgersteige sind hochgeklappt und fest verzurrt. Selbst die Kneipe hat schon zu. Schade!

Es "mückelt" immer noch, aber wir haben ja reichlich anti-moustique.


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